Als C. G. Jung nach seinem Bruch mit Freud auf die Suche ging, um seinen eigenen Mythos zu finden, wagte er sich allein und ohne Führung in das Reich des kollektiven Unbewussten. Bei dieser einzigartigen Konfrontation entdeckte er durch eigene Erprobung eine neue Art, sich mit den Inhalten des Unbewussten innerhalb der einen Wirklichkeit der schöpferischen Phantasie zu befassen. Jung nannte diese Methode später »aktive Imagination« und empfahl sie vielen seiner Patienten. Er beschrieb die aktive Imagination als den einzigen Weg zu einer direkten Begegnung mit der Realität des Unbewussten ohne die Vermittlung von Tests oder Traumdeutung. Obwohl er Dokumente der aktiven Imagination in Seminaren diskutierte, veröffentlichte er keines davon, weil er wahrscheinlich ahnte, wie weit diese Zeugnisse von den kollektiven bewussten Ansichten seiner Zeit entfernt waren.

